Hunde beim Wandern

Die Wanderungen zusammen mit dem vierbeinigen Freund, gehören zu den Höhepunkten im Leben

Hunderassen zum Wandern:

Um es salopp zu formulieren, fast allen „Naturbelassenen“ Hunderassen eignen sich für Wanderungen auf langen Strecken. „Naturbelassen“ bezieht sich zunächst auf die Größe, das Fell und den Charaktereigenschaften des Hundes.
Züchterische Dispositionen mancher Rassen können bei Langstreckenwanderungen unter Umständen negativ in Erscheinung treten.

Kurzatmigkeit, Probleme mit den Hüften oder Charakterschwächen könnten Ihre Unternehmung gefährden und sollten vor der Wanderung einer kritischen Überprüfung unterzogen werden. Die Rasse sollte mit den hier vorherrschenden lokalen klimatischen Bedingungen bei jeder Jahreszeit gut zu recht kommen. Zudem werden Sie bei Ihren gemeinsamen Wanderungen insbesondere dem vorherrschenden Wetter immer direkt ausgesetzt sein. Die Tiere sollten von ihrem Habitus als prädestinierte Läufer zu erkennen sein.
Zu Kleine oder zu Große Rassen sind in diesem Zusammenhang eher ungeeignet. Rassen bei denen der Focus auf den Jagdtrieb oder auf eigenständiges Arbeiten bei der Zucht gelegt wurde könnten unter Umständen Probleme auf der Wanderung bereiten.

Wann kann es los gehen?

Bei dieser Frage ist das erworbene Lebensalter des Hundes zunächst immer zu berücksichtigen. Je nach Entwicklungsstand der einzelnen Hunderassen kann der erste längere Wandereinsatz unter Umständen erst nach zweieinhalb Lebensjahren erfolgen doch natürlich können und sollten Sie den kleinen Wanderfreund schon als Junghund auf die ersten gemeinsamen kürzeren Wanderungen und Abenteuertouren mitnehmen - die Sie dann gemeinsam bestehen. Es würde das Zusammengehörigkeitsgefühl ungemein stärken und Sie könnten darauf aufbauen. Sie haben auf den ersten kürzeren Wandertouren zudem eine tolle Möglichkeit Ihrem Junghund die Regeln - die von ihm beim Wandern erwartet werden, spielerisch beizubringen. Eine zu frühe Heranführung des Tieres an die Langstreckenwanderungen könnte zur Überforderung führen, sich negativ auf die körperliche Entwicklung und die Motivation des Hundes für zukünftige Wanderungen auswirken.

Die Ernährung für Unterwegs

Ihr vierbeininger Wanderfreund wird grundsätzlich richtig Kalorien verbrennen, wenn Sie mit ihm zusammen auf Tour gehen. Dabei sind die Jahreszeit und das Aktivitätsprofil entsprechende Faktoren die den Kalorienverbrauch bestimmen. Wenn ihr Tier von der Leine gelassen werden kann, dann wird es ein Vielfaches Ihrer eigenen Wegstrecke zurücklegen.

Grob gerechnet können Sie gerne ein Drittel dazu rechnen. Aktivität bei Kälte, Touren die durch Tiefschnee führen oder Wandern im Herbst bei nasskaltem Wetter, lässt den Energiebedarf des Tieres sprunghaft hochschnellen. Bei Tageswanderungen ist das Mitführen großer Futterrationen für den Hund nicht notwendig, es reicht dem Tier vor und nach der Wanderung Futter bereit zu stellen. Dennoch ist es schön Ihrem Hund bei der Rast eine Kleinigkeit anzubieten. Gerne wird Ihr Hund die gesunde Zwischenmalzeit annehmen. Auf langen Wanderungen braucht das Tier ein Hochwertiges, Kalorienreiches Futter. Die Mitnahme des Hundefutters besonders bei längeren Touren kann den Wanderer durchaus Probleme bezügliches des Gewichtes bereiten. Abhilfe können Transporttaschen für Hunde bringen, damit ist das Tier in der Lage seine Mahlzeiten selbst zu transportieren.

Kommandos des Hundes beim Wandern

Das tollste wäre es wenn ihr euren Hund einfach frei laufen lassen könntet und der Hund verstehen würde was von ihm erwartet wird. Er selbstständig Gefahren erkennt, im Straßenverkehr kontrollierbar ist, er auf Kommandos unmittelbar reagiert, kurz – der Hund ein cooler Weggefährte ist, der frei laufend in jedem Fall bei euch bleibt. Ich denke ich bin mit meiner Hündin nah dran dieses Ideal verwirklicht zu sehen. Doch wie kam es dazu? Dass ein solches Verhalten des Tieres nicht einfach so geschieht versteht sich von selbst. Es ist das Ergebnis von viel Geduld, von Sturheit und von ganz ganz viel Vertrauen und der tiefen Verbindung zum Partner Hund.

Dass Video zeigt, das der Hund absolut sicher an der rechten Straßenseite und neben mir läuft. Die Hündin hat gelernt worauf es in dieser Situation ankommt, selbst von dem Hundegebell das von den angrenzenden Häusern herüber schallt lässt sie sich nicht beeindrucken. Es lässt sich schön erkennen, dass sie nicht „kommandomäßig“ sondern frei und bereitwillig an der Seite läuft. Die Videosequenz ist von der Wanderung Hof-Plauen am 02.12.2017.

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